Adventsfeier im Lichte der Aktualität

Wenn ADVENTure  Aufbruch und Ankunft verheisst

 

Am 3. Dezember 2015 gestalteten die Erstklässlerinnen und Erstklässler mit ihren Klassenlehrkräften sowie die Schülerinnen und Schüler des Theaterkurses, der Sproochbrugg-Band und des Chors unter der Leitung von Stefan-A. Rankl die diesjährige Adventfeier. Der Anlass stand auch im Zeichen des weltweiten Migrations- und Flüchtlingsthemas.

 

Was haben die Geschichte eines Flüchtlingskindes aus Syrien, die Geschichte der drei dunklen Könige sowie die Geschichte eines Mädchens  mit einem afrikanischen Vater miteinander zu tun? Es geht bei allen um Zerstörung, Flucht,  Fremdenfeindlichkeit, aber auch um Mensch­lich­keit und Liebe, Hoffnung und Zukunft. Und was verbindet diese drei Geschichten mit Advent und Weihnachten? Es sind die gleichen Themen – heute wie vor 2000 Jahren.

Besonders anschaulich aufgezeigt wird dies am Zusammenspiel zwischen der  vorgetragenen Kurzgeschichte  „Die drei dunklen Könige“ von Wolfgang Borchert und der parallel dazu in Stand­bildern gezeigten klassischen Weihnachtsgeschichte.  In Borcherts Geschichte treten nach Ende des Zweiten Weltkrieges am Weihnachstabend drei müde Soldaten in die kleine, schlecht beheizte Stube eines jungen Paares, das ausser dem neugeborenen Kind kaum etwas besitzt. Die Gäste bleiben nur kurz und hinterlassen beim Gehen drei Geschenke für die junge Familie sowie einen Schimmer Hoffnung und Freude.

Auch für Adnan, den im syrischen Bürgerkrieg verletzten Jungen, und seine Familie bestehen wieder Hoffnung und Zuversicht, seit sie auf ihrer abenteuerlichen Flucht aus der zerbombten Heimat in Griechenland angekommen sind und vermutlich weiter nach Europa reisen können. Wie schön, wenn Adnan wieder gesund würde, in die Schule gehen und einer Zukunft in Sicherheit und Frieden entgegenblicken könnte.

Jana aber hat einen neuen Vater und einen winzigen neugeborenen Bruder, obwohl die beiden anderer Hautfarbe sind als Jana und ihre Mutter. Im extra für die OS Sproochbrugg geschriebenen Theaterstück „Mein Vater ist jetzt Afrikaner“ erlebt die Jugendliche fremden­feindliche Anpöbeleien und Mobbing, aber auch starke Familienbande und Solidarität durch Freundinnen und einen hoffnungsvollen Aufbruch an einem neuen Ort.

Untermalt und verbunden wurden die drei Geschichten durch musikalische Glanzlichter, vorgetragen von Mitgliedern von Band, Chor sowie von Erstklässlerinnen und Erstklässlern. Stefan-A. Rankl, der Musiklehrer der Schule, hat mit grossem Engagement sein musikalisches Können und seine Begeisterungsfähigkeit auf die Kinder übertragen.

Lichter zündeten zu Beginn den Besuchern den Weg in die festliche Aula. Und zum Schluss nahmen alle Besucher ein selbstgestaltetes Teelicht, verbunden mit  Gedanken und guten Wünschen zu Advent und Weihnachten, mit nach Hause.

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Impressionen aus der Hauptprobe:

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