In Thailand am Strand lernen sich zwei kleine Mädchen kennen. Die eine kommt mit ihrem Vater, einem Meeresbiologen, direkt aus New York. Marissa trifft auf Arielle. Sie lernen in der Tiefe zu tauchen, bewegen sich mühelos im Wasser. Aber sie haben Respekt vor dem Meer und seinen Bewohnern.
Sie wissen um die Gefahren. Mit einer Gefahr aber konnten sie nicht rechnen. Mit jener Riesenwelle, die am zweiten Weihnachtstag 2004 die Strände von Thailand überrollt und alles dem Erdboden gleichmacht. Eine Welle, die auch die kleine Arielle mit sich reisst.
Jahre später lebt Marissa in New York – immer in der Erinnerung an ihre tote Freundin, die sie spürt und mit der sie spricht. Wieder droht eine Naturkatastrophe. Hurrican Sandy, der Ende Oktober 2012 die Ostküste der USA verwüstet. Auch New York und mittendrin: Marissa.
Die Autorin, Tara Menon, ist als Kind oft in den Weihnachtsferien nach Thailand gefahren. Aber in diesem einen Jahr, dem Jahr der riesigen Tsunami-Welle, blieben sie in New York. Rund 230.000 Menschen starben. Seither lässt Tara Menon die Erinnerung an die Naturkatastrophe nicht los.
Dennoch ist dieser Roman kein düsterer, kein trauriger. Die Autorin nähert sich ganz vorsichtig, erzählt bruchstückhaft von Verletzten, vom Chaos, den toten Kindern. Sie tut das mit großer Distanz, sehr sachlich fast und dennoch wird man zutiefst berührt. (Rezenision: Christine Westermann, WDR)