In Lars Keplers neuntem Krimi aus der Reihe um Polizist Joona Linna geraten die Ermittler an einen skrupellosen Killer. Nichts für schwache Nerven. Joona Linna und Saga Bauer haben bis zum neunten Band der Linna-Reihe schon eine Menge durch. Autor Lars Kepler, hinter dem sich das schwedische Ehepaar Alexandra Coelho-Ahndoril und Alexander Ahndoril verbirgt, schont seine beiden Protagonisten aber auch in «Spinnennetz» nicht. Auf 654 Seiten wird auf recht unappetitliche Weise gemordet, und selbst zentrale und etablierte Figuren sind nicht sicher vor der «Spinne». Wem das nicht zu deftig ist – und wer über kleinere Logiklücken hinwegsehen kann – findet in «Spinnennetz» das, was man einen Pageturner nennt: ein gut gemachter Schwedenkrimi, den man einmal gefangen im Netz der Spinne nicht mehr aus der Hand legen kann.