«Die Unmöglichkeit des Lebens» würde ich als einen Science-Fiction-Roman bezeichnen, der seine wahre Natur überaus geschickt hinter allerlei literarischen Nebelschleiern verbirgt. Es sind eben nicht unbedingt Raumschiffe nötig, um eine Geschichte zu erzählen, die, wenn hier auch beinahe unmerklich, die Erde verlässt. Dabei öffnet sich ein Blick auf die möglichen Wunder, die wir vielleicht sehen könnten, wenn wir nur wüssten, wo wir hinsehen sollten. Dazu kommt noch die Verwandlung der Grace Winters: bei der Anreise noch von Selbstzweifeln und Vorwürfen gegenüber sich selbst geplagt, verschafft ihr das geheimnisvolle Geschehen auf der Insel einen neuen Start, der nichts anderes als die Chance auf ein zweites Leben ist. Es bleibt am Ende eine leise, wundersame und wunderbare Erzählung über Dinge, die sich unserer Wahrnehmung entziehen und darüber, dass das Leben immer voller Überraschungen bleibt.