Inspiriert wurde Christine Jaeggi von einem Artikel, der von der jüdischen Hoteldiebin Erika B. handelt und 2017 erschien. Jaeggi erzählt die Geschichte von Erika B. ihrerseits als Familien- und Gesellschaftsroman mit Thrillerelementen. Dies anhand der wichtigsten Ereignisse im Leben der Hauptfigur und mit den historischen Hintergründen, zu denen der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg gehören.
Die erste Hälfte des Romans handelt von der Kindheit der Protagonistin und späteren traumatischen Erfahrungen in der österreichischen Heimat, als auch dort die Nazis aufkommen und die jüdische Bevölkerung drangsalieren. Christine Jaeggi erzählt dies mit mitunter drastischem Realismus. Die zweite Hälfte handelt dann von den Raubzügen der Hauptfigur in Schweizer Hotels, geht aber auch auf Beziehungen ein, welche sie etwa zu Männern oder innerhalb der Familie hat.