Wer Bosheit und Skurrilität sucht, sollte zum Debütroman von Camilla Barnes greifen. Ein altes, einander wenig zugewandtes Ehepaar zieht für den Lebensabend in ein noch älteres Haus nach Frankreich. Dort hortet es, was ihr Leben so angehäuft hat. Mann und Frau müssen mit den Unzulänglichkeiten des anderen zurechtkommen. «Es ist in Ordnung, völlig gaga zu sein, aber den Weg dorthin möchte man überspringen», sagt der Ehemann einmal. Dieser Weg und die Familiengeschichte wird erzählt aus der Sicht einer scharfsinnig beobachtenden Tochter.