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Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger

Beatrix Gerstberger, Die HummerfrauenBeatrix Gerstberger wollte nur noch weg. Raus aus ihrem zerstörten Leben, Abstand gewinnen und mit ihrem kleinen Sohn wieder zu sich selbst finden. Denn als 1999 ihr Partner ums Leben kommt - er war für den "Stern" als Kriegsreporter im Kosovo - findet die Journalistin in Hamburg keine Ruhe. "Wenn ich hier bleibe, dann bin ich immer 'die Witwe von' - und ich möchte einfach ganz woanders sein", erinnert sich Gerstberger an ihr damaliges Mindset. "Das Meer war für mich immer so ein Ort, an den ich gerne fahre, denn ich denke, am Meer kann man ganz gut heilen."

"Die Hummerfrauen" ist ein starkes Romandebüt, bei dem es natürlich auch ums Hummerfischen geht. Doch vor allem handelt es von Freundschaft: Von drei Frauen aus drei Generationen, die immer wieder aufstehen und weitermachen, auch wenn das Schicksal jede Einzelne auf eine harte Probe stellt - so wie Beatrix Gerstberger. Ihr neues Leben, jetzt mit Anfang 60 nochmal als Romanautorin, das könnte ihr gefallen: "Das Schreiben hat mir richtig viel Spass gemacht. Wenn das mein zweites Standbein ist, dann bin ich wirklich mehr als happy."