Dieses Buch mit dem etwas sperrigen Titel spielt im Milieu der Hamburger Hafenrundfahrten. Hauptperson ist die titelgebende Johanne Johansen, die sich freut, als sie nach Jahrzehnten im Beruf endlich in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen kann. Sie ist kein ganz einfacher Mensch, lebt sehr zurückgezogen, mag weder Tiere noch Kinder und generell eigentlich nur sehr wenige Menschen.
Ihre Cousine Luise gehört definitiv nicht zu diesen Auserwählten. In Johannes Augen ist die um zehn Jahre jüngere Frau ein verwöhntes Elbvorort-Weibchen, das nichts anderes im Kopf hat als Shopping und Maniküre. Für das nötige Kleingeld sorgt ihr Mann Thilo-Alexander, der die familieneigene Reederei Johansen führt, die zumindest auf dem Papier noch immer zur Hälfte Luises Vater Friedrich (Johannes Onkel) gehört, die andere Hälfte teilen sich Luise und Johanne, die sich aber – aus sehr unterschiedlichen Gründen – bislang nie um die Firma gekümmert haben. Das ändert sich schlagartig, als Thilo-Alexander einen schweren Unfall erleidet und im künstlichen Koma liegt.