Die Serie ist Ende das 18. Jahrhunderts angesiedelt, zu einer Zeit, in der Japan fast vollständig von der Aussenwelt abgeschottet ist. Der Kaiser residiert als reiner Repräsentant in Kyoto, der Shogun herrscht mit seinen Daimyō über das Land. In dieser feudalen Struktur stellen die Samurai eine Kriegerkaste dar, die sich – ähnlich wie Ritter und kühne Recken des Mittelalters – wunderbar für epische Romane eignen. Klassiker wie Shogun (James Clavell, Ronin (David Kirk) oder Kreuz und Schwert haben das Thema bereits ausführlich verarbeitet.
Nun nimmt sich auch Christian Gerhard dieser Thematik an und setzt den Fokus auf Onna-bugeishas, also weibliche Kriegerinnen.
Protagonistin der Romanserie ist das Mädchen Aoi. Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf, in dem die Dorfbewohner ein einfaches, aber zufriedenes Leben führen. Die Abgabenlast an den Fürsten ist hoch, doch es reicht für alle zum Leben – bis ein Vulkanausbruch eine Hungersnot herbeiführt. Aoi verliert fast ihre gesamte Familie, wird in einem entscheidenden Moment aber von einem Samurai vor dem Verhungern gerettet. Es sind schliesslich aber die Rebellen, die sie aufnehmen ihr eine Perspektive geben.
Wer historische Romane mag, erhält mit dieser Romanserie einen etwas anderen Lesestoff. (Rezension: www.japanliteratur.net)