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Dunkle Mächte von Petra Ivanov

Petra Ivanov, Dunkle MächteDer Ermittler Bruno Cavalli und die Staatsanwältin Regina Flint sind nicht nur beruflich, sondern auch privat ein Paar und haben zusammen ein Kind. Nun lösen sie einen neuen gemeinsamen Fall, allerdings aus reichlich Distanz zueinander.

Der Romananfang bringt uns mitten in eine verdeckte Ermittlung. Diese soll nach Monaten erfolgloser Polizeiarbeit den Durchbruch in einem Mordfall bringen. Tot ist Levin Brauer, ein Dokumentarfilmer. Ermordet in einem Waldstück in Sternenberg im Zürcher Oberland, ganz in der Nähe des alten Bauernhofs, den Siena Salis mit ihren Kindern Emilia und Noah bewohnt und bewirtschaftet. Das Leben auf dem «Familienlandsitz» folgt den Regeln der Anastasia-Bewegung, gegründet von Wladimir Megre vor gut 20 Jahren in Russland. Heute ist sie auch in der Schweiz aktiv. Die Leitfigur: Anastasia, eine sagenhafte Frauengestalt.

Überzeugend zeichnet Ivanov den Sog, den (rechts-)esoterische Bewegungen entwickeln können, so dass Beteiligte zweifelhafte und gefährliche Inhalte übersehen sowie Angehörige in Mitleidenschaft ziehen. Für Entsetzen sorgt hingegen, dass in der Schweiz offenbar eine Privatschule nach Megres Ideologie zugelassen wurde. Dafür, dass Ivanov in ihren gut recherchierten Romanen aktuelle gesellschaftspolitische Themen einbringt, schätzen wir sie. (Karin Werner, NZZ)