
Marie hat genug von Paris. Es ist ihr zu laut, zu hektisch – sie will einfach nur weg. Also setzt sie sich in den Zug, fährt ohne Ziel los und landet schliesslich in Redu, einem kleinen Bücherdorf in den belgischen Ardennen, wo die Zeit anders zu verlaufen scheint. Im ganzen Dorf gibt es nur einen Fernseher, das Internet ist nur eine Stunde am Tag verfügbar und die Turmuhr ist schon länger aus dem Takt gekommen – all das stört die 390 Bewohner:innen jedoch kein bisschen. Marie wird schnell von der Dorfgemeinschaft aufgenommen und trifft dabei auch auf Mathilde, die sehr zurückgezogen und für sich lebt. Doch als die beiden erkennen, wie sehr sie beide die Natur lieben, entsteht nach und nach eine Freundschaft.
Der Autor erzählt sehr unaufgeregt und stets auf den Punkt, immer wieder lässt er dabei Naturbeschreibungen in den Text mit einfliessen und erzählt, wie sich der Frühling im Bücherdorf zeigt. «Mathilde und Marie» ist eine warmherzige Geschichte über einen Neuanfang und eine beginnende Freundschaft – und trifft dabei genau das richtige Mass an Kitsch. Für alle, die Lust auf eine Wohlfühllektüre haben.