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Bärenzähne von Callan Wink

Callan Wink, BärenzähneDer US-Amerikaner Wink arbeitete schon mit 19 als «Fly Fishing Guide» – Guide fürs Fliegenfischen – auf dem Yellowstone River, ist also mit der wundervollen Natur der Rocky Mountains bestens vertraut, kennt die Schönheit und die Weite dieser Landschaft und auch ihre Unerbittlichkeit. Aber das Leben im Hinterland von Montana ist nicht nur romantisch wild, der Alltag kann ganz schön trist und fordernd sein. Und genau das beschreibt Wink in seinem neuen Roman. Zwei recht ungleiche Brüder bewohnen nach dem Tod ihres Vaters gemeinsam das zerfallende Elternhaus, bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Brennholzverkauf und ein wenig Wilderei im Nationalpark; ab und an gibt es eine Prügelei in der örtlichen Bar.

Den Jungs fehlt Geld, nicht zuletzt, weil ihr Vater eine horrende Krankenhausrechnung hinterlassen hat. Auch deshalb lassen sie sich auf das verführerische Angebot des windigen «Schotten» ein, der ihnen für Wapiti-Geweihe und prähistorische Artefakte aus dem Nationalpark ordentliches Geld bietet. Geldnot und schlechtes Gewissen, Risiko und konkrete Verletzungen, Parkranger und die Unwägbarkeiten der rauen Natur – man kann sich vorstellen, was nun in diesem Text verhandelt wird.

Insofern erzählt Wink hier nicht nur die Geschichte der Brüder Thad und Hazen, sondern auch die einer gescheiterten Gesellschaft.