Schnörkellos und realistisch kommen die Krimis von Susanne Tägder daher. Kommissar Arno Groth, der von Hamburg nach Mecklenburg-Vorpommern versetzt wurde, ermittelt nun in seinem zweiten Fall. Der aktuelle Fall ist bedrückend für alle: Ein elfjähriger Junge ist verschwunden, ein paar Tage später findet man seine Leiche. Danach geht einfach sehr lange nichts weiter in den Ermittlungen. Auf Seite 206 von den 336 Seiten ist noch nichts geschehen, keine einzige brauchbare Spur, kein Ansatzpunkt, keinerlei Hinweise auf einen möglichen Täter. Ohne Ergebnisse geht es sogar noch etliche Seiten weiter. Dann wird ein Mann verhaftet, der unter grossem Verhördruck, den die Ermittler auf ihn ausüben, den Mord gesteht. Aber Groth ahnt: Er war es nicht. Also haben wir in diesem Krimi über 200 Seiten ohne Fortschritte im Text, und gleichwohl liest man weiter und kann diesen Krimi auf keinen Fall aus der Hand legen.