Hoch in den Alpen liegt ein Luxus-Hotel, das White Octopus Hotel. Aber es ist schon seit vielen Jahrzehnten geschlossen. Im Antiquitätenhandel hält sich jedoch das Gerücht, gelegentlich auftauchende Gegenstände aus den Beständen des Hotels hätten magische Eigenschaften. Tatsächlich hält die Kunstgutachterin Eve Shaw eines Tages einen Zimmerschlüssel des White Octopus in der Hand, der Zeitreisen ermöglichen soll.
Alexandra Bell stellt eine Protagonistin in den Fokus ihres Romans, die von einem folgenschweren Ereignis in ihrer Kindheit traumatisiert ist. Sie hofft, dieses Ereignis mit den magischen Artefakten des gerüchteumwobenen Hotels rückgängig machen zu können. In der Handlung wird Urban Fantasy mit Zeitreisen, einem Familiendrama, einer Romanze und viel Mystery kombiniert. Vieles wirkt, obwohl sich die Protagonistin und somit auch die Leser der Zeitreise bewusst sind, zunächst verworren und unerklärlich. Zusammenhänge zu einer Nebenhandlung zur Zeit des Ersten Weltkriegs sind lange nicht erkennbar. Erst langsam werden die Kausalitätsketten in einem Gewirr mehrerer Zeitreisen deutlich. Fragen zur sonstigen Magie des Hotels und seiner Gegenstände bleiben allerdings genau wie die Frage nach der Herkunft des Hotels weitestgehend offen. Dazu gehören auch die mysteriösen Tintenfische, die dem White Octopus Hotel seinen Namen gaben und die in der Handlung immer wieder in verschiedenen Formen auftauchen. Ein paar mehr Antworten könnten die an sich interessante Mystery-Story definitiv abrunden.
Die Autorin wechselt zwischen der Protagonistin Eye und Max, einem jungen Offizier im Ersten Weltkrieg, sowie zwischen mehreren Zeitebenen hin und her. Bei wem und wann das Geschehen gerade ist, wird jedoch zu Beginn der Kapitel ausdrücklich erwähnt.
Dieses Buch vereint Urban Fantasy, Zeitreisen, eine Romanze und vor allem viel Mystery zu einer komplexen Geschichte.