Wer sich für historische Romane interessiert, kommt an Anne Stern nicht vorbei. Mit ihrem neuen Roman «Die weisse Nacht» legt sie den Grundstein für eine neue Reihe, die nach dem Zweiten Weltkrieg spielt.
Berlin im Dezember 1946: Der Krieg ist zu Ende, doch die Stadt liegt in Trümmern. Ausserdem ist es bitterkalt. Der «Hungerwinter» hat den Menschen damals viel abverlangt. Und genau hier setzt Anne Sterns Roman «Die weisse Nacht» ein: «Ich hatte schon den Anspruch, nicht gleich einzusteigen mit dem Narrativ von dem Aufbau, dem Aufbruch, dem bald folgenden Wirtschaftswunder», gesteht Stern. «Aber ich wollte eben genau die Zeit erzählen, in der das noch nicht eingelöst werden konnte und wo die Leute versuchen mussten, in diesem wackligen Frieden wieder auf die Füsse zu kommen.»