Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen erlebten am 25. August 2020 Betriebsbesichtigungen. In verschiedenen Gruppen durften die Jugendlichen einen Betrieb ihrer Wahl erkunden. Wir danken allen Unternehmen, die uns einen Besuch ermöglichen konnten. Vielen Dank!
Wir durften Schritt für Schritt den ganzen Entwicklungsprozess eines Produkts beobachten. Wir wurden durch alle Bereiche des Unternehmens geführt. Zuerst hat uns eine Polygrafin gezeigt, was sie den ganzen Tag macht. Sie arbeitet hauptsächlich mit InDesign und Photoshop am Computer und stellt das Druckprodukt zusammen. In der Produktion haben wir dann die verschiedenen Maschinen für den Druck gesehen. Der Medientechnologe hat uns die Maschinen erklärt. Es war sehr spannend. Zum Schluss haben wir die Schneidemaschinen gesehen und durften zuschauen, wie die Produkte anschliessend gefaltet und verpackt werden. Es war sehr spannend diese beiden Berufe näher kennenzulernen und die Firma Zehnder Print AG unter die Lupe zu nehmen. Die Führung war perfekt organisiert.
Restaurant Hotel Schwanen
Berufe:
Restaurantfachfrau/-mann, Koch/Köchin
Die Betriebsbesichtigung im Hotel Schwanen war super: spannend, interaktiv und mit viel Leidenschaft. Die Kids haben sehr gut mitgemacht und die Rückmeldungen waren von allen Seiten sehr gut. Die Schülerinnen und Schüler durften eine kleine Apfeltorte herstellen und nach Hause nehmen und einen alkoholfreien Drink nach Anleitung herstellen und trinken. Auch die Führung war erstaunlich spannend, denn wir sahen Räume, welche sonst nie zugänglich sind!
Bei der Stihl AG herrscht seit März strikte Maskenpflicht. Als weitere Corona-Folge war leider eine Führung durch den Betrieb nicht möglich. So schilderte Herr Weber, der Lehrlingsverantwortliche, die Geschichte der Firma, ihren Werdegang und ihre Geschäftsfelder mit Film, Powerpoint und Wort. Er tat dies sehr sympathisch und sichtlich stolz auf seine Firma, deren Produkte in fast allen Ländern der Welt verkauft werden. Zwei Lehrlinge verschiedener Berufsgattungen berichteten kurz über ihre Arbeit, was alles ein wenig greifbarer machte. Einen dritten Berufszweig erklärte Herr Weber selber. Nach einer Pause mit einem offerierten Znüni wurden die Schüler gemäss ihren Berufsinteressen in drei Gruppen eingeteilt und durften ca. 20 Minuten in der Lehrlingswerkstatt zuschauen, was die Lernenden machen. Zum Schluss kamen wir wieder im «Auditorium» zusammen. Dort erläuterte Herr Weber den Kindern die Firma Stihl als Lehrbetrieb. Er erklärte die Vorzüge, Prämien und Vergünstigungen, von denen die Lernenden profitieren können. Bei einer Bewerbung spielen nicht allein die Schulnoten die wichtigste Rolle, sondern das was ein Kind als Gesamtes ausmacht. Die Kinder staunten sehr – und nicht nur sie. Ziemlich alle nahmen eine Broschüre und ein Anmeldeblatt für Schnuppertage mit nach Hause.
Herr Weber bedauerte selber sehr, dass zurzeit keine Betriebsführung möglich sind, weil man doch erst beim laufenden Betrieb so richtig wahrnehmen kann, was dort abgeht.
Die Betriebsbesichtigung bei Bühler AG in Uzwil war sehr informativ und spannend. Es wurden verschiedene Berufe vorgestellt und die Voraussetzungen und Abläufe der verschiedenen Lehrgänge erläutert. Es wurde zum Beispiel aufgezeigt, dass nicht nur Talent und gute Noten wichtig sind, sondern dass auch persönliche Eigenschaften wie Anstand, Zuverlässigkeit und Interesse am Beruf und an der Firma entscheidend sind. Besonders begeistert hat uns das neue, ultra-moderne Gebäude. Die MitarbeiterInnen können dort nach Lust und Laune arbeiten, wo sie möchten: ob im bequemen Sessel oder auf der Dachterrasse oder im sogenannten Black Room, in welchem man auf allen Wänden mit Kreide seine Ideen und Gedanken fest halten kann. Man hat gespürt, welch grosses Anliegen es dieser Kreativität-fördernden Firma ist, dass die MitarbeiterInnen sich wohl fühlen und gerne zur Arbeit kommen. Auch werden Auslands-Aufenthalte angeboten und die Vereinbarkeit von Leistungssport und Arbeit unterstützt. Wer also eine Lehre bei Bühler AG beginnt, steigt auf jeden Fall ein in einen innovativen Konzern der Zukunft.
Auch bei Junod Wasser und Wärme AG war es sehr spannend. Herr Junod und sein Team haben mit viel Freunde und Leidenschaft von ihren Berufen, der Arbeit, dem Betrieb, Weiterbildungsmöglichkeiten etc. erzählt. Die Jugendlichen haben einen guten Einblick in die sonst eher unbekannten Berufe (Sanitärmonter/planer, Heizungsmonteur/ planer und Solateur/ planer) erhalten. Herr Junod hat auch klar auf die aktuelle und zukünftige Situation auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam gemacht. Anhand eines realen Bauobjekts wurde uns alles gezeigt. Danach konnten wir auch selbst noch eine kleine praktische Arbeit ausführen. Die Jugendlichen haben sich sehr gut verhalten, waren interessiert, motiviert und haben Fragen gestellt.
Im Nützi in Oberuzwil konnten wir verschiedene Gärtnerberufe und Florist/in anschauen. Von verschiedenen Mitarbeitern wurden wir herumgeführt und es wurde über die Berufe informiert. Es gab eine Pause, bei der wir Gipfeli bekamen. Gegen Ende konnten die Schülerinnen und Schüler sogar selber eine Dekoration aus Blättern und Draht basteln und mit nach Hause nehmen. Das Team war sehr nett. Im Nützi bilden sie selber Lehrlinge aus und freuen sich über Bewerbungen. Ich fand auch gut, dass sie neben den positiven Aspekten der Lehre auch die etwas schwierigeren erwähnt haben. (z.B. den ganzen Tag draussen, körperlich anstrengend, Arbeitszeiten, Lohn etc.)
Schreinerei Fust AG
Berufe:
Schreiner/-in, Innenausbauzeichner/-in
Freundlich wurden wir in Empfang genommen von Urs Lenzlinger, dem Lehrlingsverantwortlichen der Schreiner/innen. Es ging gleich los mit einem Rundgang durch die Produktion in der Hubstrasse. Die Kinder waren schwer beeindruckt ob der vielen und grossen Maschinen – für die einen schon fast etwas zu viel des Guten: «Do mue mer jo gar nüme mit de Hend schaffe!» Doch Herr Lenzlinger führte uns aus der Halle «High Tech» in die Halle «Handwerk» und hier sah man, dass man doch auch noch richtig Hand anlegen muss oder kann.
Nach der Führung durch die Schreinerei und einem offerierten Znüni ging es dann in die Ausstellung und Planung an die St. Gallerstrasse. Dort zeigten uns Daniel Zwick und Janine Hugentobler wie aus einer blossen Idee des Kunden ein Plan und schlussendlich ein Produkt entsteht. Frau Hugentobler zeigte uns den Beruf des Zeichners/der Zeichnerin Fachrichtung Innenarchitektur mit sichtlicher Begeisterung und erklärte auch, was man dazu alles mitbringen sollte aus der Oberstufe. Die Kinder hörten die ganze Zeit aufmerksam zu und machten sich viele Notizen, doch wurde alles so gut erklärt, dass kaum mehr Fragen zu Unklarheiten gestellt werden mussten.
Der Besuch im Pflegezentrum Thurvita AG in Wil für Berufe im Gesundheitswesen ist sehr zu empfehlen. Aufgrund von Corona konnten wir nicht in die stationäre Abteilung gehen, im Schulungsraum gab es jedoch viel Wissenswertes zu bestaunen.
An der Lehrpuppe «Gwendolyn» (Kostenpunkt rund 5000 CHF) können Lernende die ersten Schritte für die berufliche Praxis üben, bevor es an Patienten zum ersten Mal angewendet wird. Eine Attraktion! Die Gäste konnten hier selber Hand anlegen. Einzig die Verwandlung in eine männliche Puppe misslang, weil ein entscheidendes Glied nicht auffindbar war …
Die Schülerinnen und Schüler erfuhren und sahen auch an den eigenen Händen, wie hygienisch sie ihre Hände wuschen.
Die Schulungsleisterin informierte authentisch und mit viel Herzblut für ihre Domäne. Gerne wieder!
Reklame Technik
Berufe:
Gestalter/-in Werbetechnik
Im Betrieb der Reklame-Technik in Wil lernten wir den Beruf der "Gestalter/-in Werbetechnik" kennen. Es war interessant zu erfahren, wie die Autos beschriftet werden, was für Schritte es braucht, bis eine Reklamentafel oder ein Baustellenbanner hängt und wie vielseitig dieser Beruf ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre eigene Tafel mit Fotodruck und ihrem Namen aus Plotterbuchstaben gestalten.