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Workshop "Aktiv gegen Rassismus"

Die Klasse S3c durfte heute Zahai von der Organisation Diversum und Andreas von Amnesty International im Schulzimmer begrüssen. Sie haben mit der Klasse ausführlich über das Thema Rassimus diskutiert und verschiedene Lernziele erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler lernten respektvoll über sich & andere zu sprechen. Alle können nun erklären, was Rassismus ist und woher er kommt und jeder Jugendliche kennt verschiedene Handlungsmöglichkeiten für Situationen, in denen man Rassismus begegnet.

Nach der Begrüssung durch Zahai und Andreas wurden die beiden Organisationen kurz vorgestellt. Zahai arbeit bei Diversum in Zürich und Andreas bei Amnesty International in Bern. Amnesty International ist vorallem wegen ihrem Einsatz zugunsten der Menschenrechte sehr bekannt. Zu diesem Thema erhielten die Schülerinnen und Schüler von Andreas bereits zu Beginn Informationen in gebundener Form. Artikel 2 war dann sogleich auch der Einstieg ins Thema: «Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. »

Andreas erklärte, dass die Menschenrechte bereits 1948 entstanden sind und das gewisse Worte, wie z.B. das Wort «Rasse» heute umstritten sind, weil es dieses Wort eigentlich nur im biologischen Sinne gibt und mittlerweile erwiesen ist, dass alle Menschen genetisch praktisch zu 100% identisch sind.

Im weiteren Verlauf lernten die Schülerinnen und Schüler wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Rassismus kennen. Mit «People of color» bezeichnet man jene Menschen, welche eine andere Hautfarbe haben als die typisch westlich Europäische. Ganz grundsätzlich lernten die Jugendlichen Bezeichnungen kennen, die geeigneter sind als «andersfarbig», «farbige Menschen», etc. Gerade die Ausführungen von Zahai, welche selbst ursprünglich aus Äthiopien stammt und adoptiert wurde, waren äusserst spannend, weil sie Rassimus immer wieder selbst erlebte.

Andreas und Zahai haben im Anschluss in kurzen Diskussionen verschiedene Bilder mit den Jugendlichen analysiert, auf welchen man Rassismus offensichtlich und manchmal ganz unbewusst begegnet. Ein Bild von Globi, eine Werbung von H&M oder eine Abbildung aus einen Lehrmittel haben gezeigt, das Rassismus viel öfter vorkommt, als wir dachten. Mit einem geschichtlichen Block zum Kolonialismus wurde danach aufgezeigt, woher der Rassismus kommt.

Vor der Pause durften die Schülerinnen und Schüler offene und persönliche Fragen an Zahai formulieren. Nach der Pause nahm sie sich Zeit, um die vielen guten Fragen zu beantworten.

Im Anschluss lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Handlungsmöglichkeiten für Situationen kennen, in welchen sie Rassismus begegnen. Es gilt, nach Möglichkeit immer einzuschreiten bzw. zu reagieren. Rassismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft.

Durch Bilder und kurze Spiele über den ganzen Morgen verteilt zu Vorurteilen, Stereotypen, Denkmustern, etc. fanden immer wieder abwechselnde Auflockerungen statt. Der Workshop war sehr spannend, informativ und gewinnbringend. Vielen Dank Diversum und Amnesty International bzw. Zahai und Andreas für diesen gelungenen Einsatz!