Auf den heutigen Tag warteten nicht nur viele Schüler:innen, auch viele Lehrpersonen konnten ihn nicht erwarten. Das Spiel der Spiele stand an, das Kräftemessen zwischen den Jugendlichen der 3. Klassen und dem Lehrerteam im allerersten Lehrer-Schüler-Match der Sproochbrugg-Geschichte.
Der Hexenkessel war um 10.30 Uhr gefüllt. Sämtliche Schüler:innen der 1. und 2. Klassen füllten das Stadion der Sproochbrugg. Gewohnt selbstgefällig betraten die Lehrpersonen den Platz, wohlwissend, dass der heutige Spieltag wohl wichtiger ist, als die Zeugnisherausgabe. Unwissend über deren Fähigkeiten und noch etwas lädiert von der Vorabendveranstaltung waren es aber dann doch die 3. Klässler, welche siegessicher zum Fototermin heranrauschten.
Es stand nichts mehr im Wege, das erste Drittel konnte starten.
Nach einem kurzen Regel-Briefing im Mittelkreis durch den Schiedsrichter und Schulleiter Noser, lag es an der roten Mannschaft, das Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken.
Da waren die Schüler:innen aber doch etwas überrascht, als Flügelflitzer Zahner schon nach kurzer Zeit hauchdünn am Rahmen vorbeiköpfelte. Und so dauerte es dann aber nicht mehr lange und Zahner konnte nach einem unglaublich schönen und langgezogenen Steilpass durch den Torhüter Eugster den gegnerischen Torhüter Levin übertölpeln und in die lange Ecke einnetzen. Das Stadion explodierte, das Spiel war lanciert.
Die Sonne lachte, die Stimmung ausgezeichnet, es fehlte nur das Schützengarten, welches wohl aber noch etwas in des Schülers Adern langsam aber sicher durch hart erkämpfte Zweikämpfe herausschwitzte.
Das Spiel der Lehrer war gefällig, Kurzpassspiel hier, Kurzpassspiel da. Die rote Mannschaft war schlicht überrascht ob des Lehrers Können. Ein gekonnt schnell ausgeführter Pass liess sich Spielmacher Schnell nicht entgehen und netzte schon bereits zum zweiten Mal ein. 2:0 für die Lehrer. Ein Wahnsinn, die Fans konsterniert, die weisse Mannschaft soll es richten.
Nach einer kurzen Pause wechselte sich das rote Team komplett aus. Das weisse Team stand den Lehrern gegenüber. Die Taktikfüchse Loïc und Fabio aus dem Schülerteam übernahmen die Abwehrkette und standen hoch. Sehr hoch. Die Abseitsfalle funktioniert mal für mal. Die Lehrpersonen langsam angeschlagen durch das erste Spiel standen einer gut eingestellten, frischen, zweiten Schülermannschaft entgegen. Und plötzlich kamen die Schüler:innen angerannt und spielten sich durch die alten Mannen und Frauen Pass für Pass durch bis sie vor Torhüter Eugster standen. Ein kurzer Pass im Strafraum zu Loris und der Ball lag in der rechten unteren Ecke. Erstmals gelang es den Schüler:innen in Führung zu gehen. 0:1.
Dies wiederum motivierte die Lehrer, welche nun einen Gang höher schalten mussten. In einer hart umkämpften Partie gelang es schliesslich Captain und Abwehrhüne Bührer aus mindestens 50 m drauffzuhalten und den Ball tief in der linken unteren Ecke zu versorgen. Das Spiel war wieder ausgeglichen. Es galt nun für die Spieler:innen der weissen Mannschaft ja nicht einzubrechen. Übermotiviert griffen sie aufs Neue an. Der Ball wurde direkt gespielt und lag alsbald den heranstürmenden Schüler:innen wieder nahe am Strafraum ideal vor den Füssen. Was nun folgte, war in seiner ungünstigen Billiardkombination kaum zu überbieten. Eugster boxte den Ball weg, direkt vor die Füsse des gegnerischen heranbrausenden Stürmers, erneut ein Schuss aufs Tor, der Ball flippert durch den Strafraum, und plötzlich kommt die Hand Gottes, also Rankl nimmt die Hand zu Hilfe und der Schiri pfeifft… Elfmeter für das weisse Team. Oh Mann, Rankl.
Spielerlegende Severin übernimmt, setzt sich das Leder auf den Punkt, zeigt keine Nerven und versenkt in die rechte Ecke. Die Lehrer scheinen ihre Power fertig verspielt zu haben. Nur noch wenige Minuten bleiben für das Mitteldrittel und die Lehrer liegen erneut hinten. 2:1.
Spielmacher Schnell zeigt sich unzufrieden und fordert eine zügige Reaktion von seinem Team. Und er sollte Recht behalten. Die Lehrer raffen sich auf und bemühen sich wieder in die richtige Richtung zu spielen. Und es gelang, was kein Zuschauer mehr glaubte. Es ist die Stunde von Tormaschine Lüthi, welcher den Ball mit voller Wucht von der Strafraumgrenze an die Latte zlataniert und in Wembleymanier den so wichtigen und wertvollen Ausgleichstreffer erzielt. Die Freude ist gross, Team weiss enttäuscht. 2:2.
Und das zweite Drittel ist fertig, es richten sich die Schüler:innen mit den grauen Shirts. Sie sollen es richten.
Es zeigt sich in der Folge ähnliches wie zu Beginn des zweiten Drittels: Den Lehrpersonen geht langsam aber sicher die Puste aus und die grauen Spieler:innen flitzen mit frischen Lungen über den Platz. Das Lehrerteam wackelt, es wird schneller ausgetauscht um sich kurz an der Seitenlinie zu erholen um möglichst die letzten Kräfte zu sammeln, damit auch die Grauen sich richtig anstrengen müssen. Und tatsächlich, die Lehrer besinnen sich auf ihre Ruhe und ihre Technik. Gekonnt und mittlerweile mehr als eingespielt stürmen sie mal für mal nach vorne. Es wird auf Torhüter Livio geschossen mit Gefühl, mit Gewalt, mit was weiss ich. Livio hält dicht. Doch da kommt plötzlich Tormaschine Lüthi von der rechten Seite und zimmert den Ball ins Tor. 1:0. Die Freude der einen gross, die Enttäuschung der anderen deutlich spürbar.
Es ist erneut ein tolles Spiel, viele Kampfszenen ereignen sich auf dem Platz, zwischendurch muss der Schiri durchgreifen und die Spieler:innen bremsen. Es gibt keine Karten und auch sonst kaum Verletzte.
Durchaus spürte man das Engagement aller anderen Lehrpersonen. Der Ball flitzte durch die Reihen von Burger zu Rutishauser zur Flügelfrau Osterwalder zu Rankl, dann in die nächste Reihe zu Matter, zu Bächtold und den erfahrenen, psychologisch klar überlegenen Sozialarbeiter Keller, dann wieder Tiki-Taka zu Scherrer, zu Bächler, von dort zu Edeljoker Brunschwiler, dann zu Krucker und wieder zu Racipi. Das graue Team schien kurzzeitig überfordert und mit schnellem Passpiel gelang es Schnell denn Ball erneut in die linke Ecke zu zaubern. 2:0. Die Schüler:innen schienen gebrochen.
Doch es war Elijon, Tim, Deniz, Aaron und Elias und den taffen Mädels nicht egal und sie bäumten ihre letzten Kräfte. Die Lehrer einen kurzen Moment unorganisiert, Torhüter Eugster unkonzentriert und ausserhalb des Strafraums und Elijon mit Ball am richtigen Ort. Ein kurzer Schlenker hier, ein kurzer Schlenker da und dann mit voller Wucht in Richtung Tor. TOOOOOR!!! 2:1 Die Schüler:innen sind wieder da.
Die Lehrer einen kurzen Moment von der Rolle erwischt. Erneut war es Spielmacher Schnell, der Konzentration einforderte und selbst vorbildlich spurtete, was man vom Junglehrer letztlich ja auch erwarten darf. In einer tollen Ballstaffete gelang es letztlich erneut Tormaschine Lüthi seinen Hattrick zu komplementieren, worauf sich die Lehrer freudenschwänglich um den 2 m Hünen scharten und feierten. Ein tolles Spiel, das harte Training unter Spielertrainer Bührer trägt Früchte.
Kurze Zeit später erfolgte durch Schiri Noser ein letzter Pfiff, das Spiel endet. Die Lehrer mit Pipi in den Augen freuten sich über den vielleicht unerwarteten Sieg über die 3. Klässler AK 2022. Wer hätte das gedacht! In anständiger Weise verabschiedeten sich die Teams voneinander. Eine tolle Geschichte endet mit dem 1. Lehrer-Schüler-Match der Sproochbrugg. Das Spiel endet mit 7:3 (2:0/2:2/3:1) für die alten Mannen und Frauen des Lehrerteams der Sproochbrugg.
Herzlichen Dank dem Organisator und Sportlehrer Fabio Bührer. Ein freudiges Ereignis.
AK 2023 – wir warten auf euch…
TEAM Lehrerpersonen
v.l.n.r. hinten: Rankl, Bührer, Bächler, Scherrer, Matter, Osterwalder, Racipi, Lüthi, Burger, Krucker, Brunschwiler
v.l.n.r. vorne: Schiedsrichter Noser, Bächtold, Eugster, Zahner, Keller, Schnell
TEAM Rot
v.l.n.r. hinten: Fabian, Oskar, Szymon, Loris, Justin, Fabio
v.l.n.r. Mitte: Fabienne, Simea, Lea, Marielle, Tabea
vorne: Levin
TEAM Weiss
v.l.n.r. hinten: Severin, Fabio, Loïc, Oliver, Elias
v.l.n.r. Mitte: Loris, Shona, Sarina, Doris, Fiona
vorne: Luis
TEAM Grau
v.l.n.r. hinten: Jasmin, Doris, Seraina, Laura, Elias, Deniz, Elijon
v.l.n.r. vorne: Tim, Alex, Gian Mika, Livio, Aaron