Über 40 Personen sind der Einladung für einen Austausch zwischen den Lehrbetrieben und der Oberstufe Sproochbrugg gefolgt. Der Schulleiter Freddy Noser präsentierte in einem ersten Teil aktuelle Informationen zur beruflichen Orientierung. Die Unterscheidung von Berufserkundung und Berufsfindung ist für die Berufswahl der Schülerinnen und Schüler von grosser Bedeutung.
Berufserkundung: Kennenlernen der Berufe in einem Betrieb.
Jugendliche erhalten in einem Ausbildungsbetrieb in kleinen Einheiten Einblicke in einen Lehrberuf, so dass sie sich anschliessend besser vorstellen können, was ein Polymechaniker, Koch oder Schreiner arbeitet. Dazu brauchen wir ein grosses Angebot an Betriebsbesichtigungen, Orientierungsveranstaltungen, Tagespraktikas, Blitzbesuche in örtlichen Betrieben, Workshops, Berufsmessen und anderes. Das Angebot richtet sich vorwiegend an die erste Oberstufe.
Berufsfindung: Herausfinden, ob ein Lehrverhältnis abgeschlossen werden kann.
Jugendliche und Ausbildende lernen sich während mehreren Tagen kennen. Der Jugendliche erhält vertiefte Einblicke in Lehrberuf und den Lehrbetrieb. Dazu brauchen wir ein vielfältiges Angebot an Schnupperlehren. Das Angebot richtet sich vorwiegend an die 2. Oberstufe.
Eine geeignete Plattform, welche die obengenannten Ansprüche sauber auseinanderhält und ein grosses Angebot bietet, dass einfach zu bedienen und übersichtlich gestaltet ist, wäre für alle Beteiligten eine grosse Entlastung und könnte den Berufswahlprozess professionalisieren und vereinfachen. Dazu braucht es aber regionale Zusammenarbeit und den Willen etwas zu verändern.
Im zweiten Teil des Austausches erläuterte die Schulleitung die Vorgehensweise im Rahmen der Berufserkundung von der Oberstufe Sproochbrugg. So werden im 1. Semester der 1. Oberstufe 3-4 Betriebsbesichtigungen pro Klasse organisiert um allen Schülerinnen und Schülern verschiedene Berufe näherzubringen. Im 2. Semester können die Schülerinnen und Schüler sich nach ihren Vorstellungen und Wünschen in einem, von der Schule zusammengestelltem, Angebot für Berufserkundungen in Kleingruppen eintragen. Dazu brauchen wir interessierte Betriebe, die uns unterstützen und Angebote zur Verfügung stellen. Alle Interessierten können sich jederzeit und sehr gerne mit der Schulleitung in Verbindung setzen.
Weiter wurde den Lehrbetrieben die neue Beurteilungspraxis im ALSV (Arbeits-Lern- und Sozialverhalten) vorgestellt. ALSV ist nicht Gegenstand des Zeugnisses und muss von den Lehrbetrieben direkt bei den Jugendlichen oder deren Eltern eingefordert werden. Die Schulen sind nicht autorisiert, die Beurteilungsbögen abzugeben.
Anschliessend an die Präsentation blieb während eines Apèros genügend Zeit für den persönlichen Austausch zwischen Lehrbetrieben und Klassenlehrpersonen. So sind viele gute Ideen für die Optimierung des Berufswahlprozesses entstanden, welche von uns gerne weiterverfolgt werden.
Der Austausch wurde von allen Teilnehmenden sehr geschätzt und seitens der Oberstufe ist durchaus denkbar, den Anlass zu wiederholen.

